Workation in Athen: Meine Learnings & Erfahrungen

17. November 2022

„Die Workation in Athen war eine meiner schönsten beruflichen Erfahrungen. Ich habe eine unglaubliche Energie mitgenommen und ich würde Deine Workation wirklich jedem empfehlen!“

Dieses Zitat stammt von einer der Teilnehmerinnen meiner 1. (Test-)Gruppen-Workation in Athen. So schön, wenn aus einer Idee Realität wird und man dann noch dazu so unglaublich tolles Feedback bekommt.

Aus einer Idee wurde Realität: Gruppen-Workation in Athen

In der Vergangenheit hatte ich zwar schon einige Male für Urlaub für Freundinnen geplant und organisiert, doch eine Workation ist nochmal eine andere Situation.

Denn: Ich kannte die Teilnehmerinnen “nur” durch ein Online-Programm für Selbstständige (Business-Bloom von Lilli Koisser) und habe sie noch nie im echten Leben getroffen.

Umso näher die Workation rückte, desto mehr Fragen und Zweifel kamen in mir hoch.

Aus einer Idee wurde Realität und das fühlt sich unglaublich gut an.

Insgesamt waren wir 7 Personen, fast alle kennen sich ausschließlich über Zoom und haben sich noch nie live gesehen (außer mein Mann und ich, der uns auch nach Athen begleitete).

Ich hatte in der Vergangenheit schon viele Male Urlaub für Freundinnen und mich geplant und organisiert. Die Situation war mir deshalb nicht ganz fremd, aber trotzdem eine neue Herausforderung.

“Wird die Gruppe harmonieren? Habe ich auch wirklich an alles gedacht und den Teilnehmer*innen alle notwendigen Infos geschickt? Wird die Unterkunft gut ankommen?”

Die Woche auf Workation in Athen und die Vorbereitung darauf waren sehr lehrreich für mich und für die Gründung meiner Reiseagentur für Workations. Vielleicht sind sie ja auch für dich und dein Business hilfreiche.

Deshalb möchte ich meine Erfahrungen und Learnings hier mit dir teilen:

1. Der Gruppe Freiraum lassen

Arbeiten, wo andere Urlaub machen: Das ist das Ziel einer Workation.

Doch stellt sich hier die Frage: Wie teilst du dir deine Zeit auf Workation ein? Wie viele Stunden willst du arbeiten? Und wie viel Zeit willst du mit Freizeitaktivitäten verbringen?

Diese Fragen habe ich mir und der Gruppe auch gestellt, als ich das Programm für die Workation zusammenstellen wollte. 

Jedoch haben sie für sehr viel Verunsicherung gesorgt, da noch niemand der Teilnehmerinnen vorher auf einer Workation gewesen ist und es deshalb von ihrer Seite keine Erfahrungswerte gab. 

Es wurden auch Unsicherheiten geäußert und die Angst, dass jeder bei jedem der Programmpunkte dabei sein muss: Sei es, was die Arbeitszeit und den Arbeitsort betrifft, Essen gehen und Ausflüge bzw. Aktivitäten nach der Arbeit. 

Doch: Die Teilnehmerinnen waren vollkommen frei, was jeden Bereich der Workation betraf. Mir war es wichtig, ihnen einen Rahmen zu bieten und die Flexibilität, dass sie vor Ort entscheiden konnten, was sie wann und mit wem machen wollen. 

Mein Learning: Bevor ich die Fragen in die Whatsapp-Gruppe geschickt habe, hätte ich der Gruppe schreiben sollen, dass 

  • keiner der Programmpunkte verpflichtend ist,
  • sie sich nur das rauspicken sollen, was ihnen gut tut und
  • sie selbst entscheiden können, wo, wann und wie lange sie arbeiten möchten.

Das habe ich dann natürlich gleich getan und somit die Gruppe beruhigt. 

Von früheren Workations wusste ich ja, dass es vorher schwer ist, einzuschätzen, wann und wie lange man arbeitet. Ich persönlich entscheide auch immer vor Ort und nach Lust, Laune und Energielevel.

2. Die richtige Dauer der Workation

Auch das habe ich mich bei der Vorbereitung auf die Test-Gruppenworkation in Athen gefragt. 

Mein Learning: 10 Tage wären für eine Workation in einer Stadt wie Athen ideal gewesen. Wenn du eine Workation am Meer machen magst, würde ich dir sogar mindestens 14 Tage empfehlen. Wenn es dir möglich ist, dann natürlich auch viel, viel länger. 😉

Unsere Gruppen-Workation in Athen hat 6 Tage gedauert – rechnet man den An- und Abreisetag ab, hatten wir schlussendlich 4 Tage um zu arbeiten. Und das war eindeutig viel zu kurz, weil 

  • es uns in Athen so gut gefallen hat, 
  • wir so gut arbeiten konnten
  • es total viele Cafés gab, die sich zum Arbeiten eigneten,
  • es noch so viele Dinge zu unternehmen gab, für die wir keine Zeit mehr hatten und
  • die Gruppe so gut harmonierte.

Bitte bedenke auch, dass die Zeit auf Workation wie im Flug vergeht. 

Das hat viele Gründe:

  • du bist entspannter
  • träumst mehr vor dich hin
  • beobachtest viel 
  • bist mehr bei dir
  • vieles dauert etwas länger als zuhause, weil du vielleicht einen längeren Weg ins Café zum Arbeiten hast, die Schlange vor deiner neuen Lieblingsbäckerei immer ewig lang ist, etc.

3. Vorbereitung ist alles

Es ist voll wichtig, dass du dir vor deiner Workation einen Plan erstellst und dich fragst, wofür du die Tage in Griechenland nutzen möchtest.

Für alle Teilnehmerinnen meiner Gruppen-Workation in Athen gab es dazu eine Workbook zur Vorbereitung der Workation.

Meine Erfahrung: Das Workbook war super hilfreich für die Gruppe. Hier ein paar Rückmeldungen zum Workbook:

Was kann passieren, wenn du unvorbereitet loslegst?

– Du prokrastinierst, weil sich planen anstrengend anfühlt und du lieber am Strand chillen oder noch eine Runde durch die Stadt spazieren willst . Vielleicht hast du die Nacht nicht gut geschlafen, weil du ein paar Tage brauchst, um dich an das Bett im Hotel zu gewöhnen. Du sagst dir: Ich chill noch eine Runde auf der Dachterrasse, dann leg ich los. Und dann ist es auch schon abends, du willst in die Taverne gehen und hast nichts für das Business gemacht.

– Du weißt nicht, wo du anfangen sollst, weil du so viele Ziele und Aufgaben hast.

– Du hast keine Ahnung, welches To-Do Priorität hat und fängst einfach mit irgendetwas an. Wieder zurück zu Hause bist du genervt von dir selbst, weil du alles halbherzig und nichts richtig fertig gemacht hast.

4. Der Austausch ist unbezahlbar

Als selbstständige Personen, die hauptsächlich alleine im Home-Office arbeiten, war die Workation eine schöne Abwechslung zum Arbeitsalltag.

Meine Erfahrung: Der Austausch untereinander war einfach Gold wert. Wir erzählten uns gegenseitig von unseren Ideen oder Struggles, gaben uns Feedback oder äußerten unsere Sicht auf die Idee der anderen Person oder erzählten uns von unseren Erfahrungen zu bestimmten Themen.

Der Austausch mit Gleichgesinnten gab uns allen total viel Energie, Inspiration und Klarheit.

5. Unsere Workation-Hotel in Athen

Für meine 1. Gruppen-Workation in Athen habe ich das Hotel Selina Theatrou* gewählt. Dieses Hotel ist spezialisiert auf digitale Nomad*innen und Personen, die ortsunabhängig arbeiten können.

Das Selina Hotel war perfekt für unsere Bedürfnisse. Theoretisch hätten wir unsere Unterkunft nie verlassen müssen, denn es gab dort alles was wir brauchen: Arbeitsplätze, einen Shop mit Wasser und Snacks, Frühstück, Mittag- und Abendessen, eine Gemeinschaftsküche um selbst zu kochen, ein Kinoraum, eine Bibliothek mit gemütlichen Sofas,  eine Dachterrasse mit Ausblick auf die Akropolis, schnelles Wlan, abends konnte man für Afterwork-Drinks zur Dachterrasse gehen und mehrmals die Woche wurde Yoga im Wellnessraum angeboten.

Mein Learning: Das Hotel hätte noch eine Spur luxuriöser sein können. Die Zimmer waren sehr basic, aber groß genug und sauber. Für mich war ausschlaggebend, dass das Hotel sehr zentral gelegen ist und es einen extra Bereich zum Arbeiten gab mit richtigen Arbeitssesseln und Schreibtischen.

Brauchst du Hilfe bei der Planung deiner Workation in Athen?

Schreib mir gerne über das Kontaktformular und ich melde mich bei dir!

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